Selbstbeschreibung

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Was ist der Jugendumweltkongress?

Der Jugendumweltkongress (= Jukss) ist das bundesweite Treffen der Jugendumweltbewegung mit internationalen Gästen und versteht sich als Forum für alle ökologisch interessierten und engagierten jungen Menschen. Der letzte Jukss fand vom 25.12.09 bis 03.01.2010 in der Freien Waldorfschule Elmshorn statt.

Geschichte

Der Jugendumweltkongress ist nach dem großen Jugendumweltfestival „Auftakt“ im Sommer 1993 in Magdeburg aus den Bundeskongressen der Naturschutzjugend und der BUNDjugend hervorgegangen. Er findet seitdem einmal pro Jahr in unterschiedlichen Städten in Deutschland statt. Seit dem 1. Jukss gab es unter anderem Kongresse in Neubrandenburg, Freiburg, Münster, Göttingen, Tübingen, Nürnberg, Dresden, Hamburg, Magdeburg, Bielefeld und Berlin. Die ersten Jugendumweltkongresse wurden vor allem von den beiden großen Jugendumweltverbänden BUNDjugend und Naturschutzjugend vorbereitet und gestaltet. Seit 1998 befindet sich die Organisation und Durchführung des Kongresses in freier Trägerschaft des Vereins Jugend-Aktions-Tage (JAT) e.V. mit Sitz in Göttingen.

Zielgruppe

Der Jukss spricht umweltpolitisch interessierte Jugendliche verschiedener Altersstufen an, vorwiegend von 14-26 Jahren. Es werden aber auch immer Leute die Jünger oder auch n Stück älter sind angetroffen. Sowohl schon längst Aktive als auch diejenigen, die sich gerade erst orientieren, finden auf dem Jukss ihre Freiräume. Auf den Jukss kommen Menschen mit den unterschiedlichsten Interessen, z.B.

  • Ideen und Kontakte für eigene Projekte finden
  • Kontakte zu Gleichgesinnten knüpfen
  • sich weiterbilden
  • andere Lebensweisen und Entscheidungsmodelle ausprobieren

Ziele des Kongresses

Der Jukss stellt einen wichtigen Treffpunkt dar für Jugendliche, die an eigenem umweltpolitischen Engagement interessiert sind. Traditionell liegt dabei ein Schwerpunkt auf Umweltpolitik. Themenübergreifend ist jedoch das Ziel, Menschen zu selbstständigem politischen Handeln zu motivieren. Übergeordnetes Ziel ist es damit, die Überzeugung von der Sinnhaftigkeit der Erhaltung der Ressourcen der Erde und der Menschenwürde, als Grundbedingung nachhaltiger zukünftiger Entwicklung der Menschheit zu wecken und konkrete Schritte in Richtung zu einer Welt, die Ausbeutung von Mensch und Natur überwunden hat, zu gehen.

Dazu kommt eine praxisnahe Auseinandersetzung mit basisdemokratischen Entscheidungsfindungsmodellen. Politik, als aktive Teilnahme an gesellschaftlichen Prozessen, ist auf dem Jukss also nicht nur Theorie, sondern wird tatsächlich auch gelebt. Jugendliche sollen ihre Gestaltungsspielräume erkennen und einen gleichberechtigten und toleranten Umgang miteinander üben, auch wenn die Meinungen und Vorstellungen verschieden sind.

Bei den verschiedenen Arbeitsgruppen ergeben sich Gelegenheiten, Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen auszutauschen. Nicht nur einzelne Aktive, sondern auch verschiedene Umweltgruppen nutzen den Jukss zur Vernetzung. Gefördert wird dies durch die Veranstaltung von Ländertreffen, auf denen sich die in einer Region Aktiven zusammenfinden können sowie durch Bundesaustauschforen, die zur bundesweiten Vernetzung von Leuten mit ähnlichen thematischen Schwerpunkten dienen.

Inhaltliches Konzept

Der Jukss setzt darauf, Umweltbildung in einem breiten Rahmen zu vermitteln. Dazu werden unterschiedliche Arbeitsformen angeboten. Jeden Tag haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, Workshops zu besuchen oder selbst anzubieten.

Zum ganzheitlichen Lernen auf dem Jukss gehört ein ökologisch und sozial verträglicher Lebensstil. Das beginnt bei der veganen Vollwertverpflegung aus vorwiegend regionalem, ökologischem Anbau und setzt sich fort bis zum Umgang miteinander: Das Eintreten für die eigene Meinung und Konfliktfähigkeit werden ebenso erprobt wie das Finden von friedlichen Lösungen und ein couragiertes Eintreten füreinander.

Auf dem JuKss soll auch versucht werden, eine Gesellschaftsutopie im kleinen schon jetzt gelebt werden. Das geht von Hierarchiefreiheit über den Umgang mit jungen Leuten (Altersdiskriminierung/ Kinderrecht) bis hin zu dem Zusammenleben mit Trans***-menschen und überhaupt.... Da gibt es viel zu diskutieren und entdecken....

Themenschwerpunkte (beispielhaft)

Öko-Technologien

Wie können alltägliche Bedürfnisse befriedigt werden, ohne Natur und Menschen zu schaden? Welche Technologien stehen in den alltäglichen Bereichen der Nahrungsmittelversorgung, der Energieversorgung, der Mobilität und dem Gesundheitswesen zur Verfügung - wohin geht die Entwicklung? Zu fragen ist auch: Wann und wo ist welche Technik sinnvoll und wo nicht? Welche Technologien basieren auf Herrschaftsstrukturen, welche helfen sie abzubauen?

Bildung

Lernen ist ein Prozess, der ständig stattfindet und ein Grundbedürfnis von Menschen. Dieser Prozess wird aber von Schule und Erziehenden reguliert, um Menschen an herrschende Verhältnisse anzupassen. Lernen ist also meist an den Anforderungen der herrschenden Verhältnisse orientiert, nicht aber daran, die Kompetenzen und Werte zu vermitteln, damit auch künftige Generationen eine lebenswerte Welt vorfinden können.

In diesem Sinne werden wir uns in diesem Themenstrang mit den Funktionen von Bildung beschäftigen, Lernalternativen diskutieren und weiterentwickeln. Auch der Jukss selbst will ein selbstbestimmter Lernort sein, an dem nicht nur Wissen vermittelt wird, sondern ein handlungsorientiertes und sich als politisch verstehendes Lernen möglich ist.

Informationsfreiheit

Voraussetzung für selbstbestimmtes Lernen und Leben ist der freie Zugang zu Informationen für alle. Mit dieser Plattform wollen wir den Themen Informationsfreiheit oder Informationsmonopole, Patentrechte oder kollektives Wissen, Zensur oder Eigenverantwortung sowie Datenschutz zu einer breiteren Diskussion verhelfen.

Weitere Themen

Die diskutierten Themen gehen weit über die hier dargestellte Themenpalette hinaus: Weitere Workshops beschäftigen sich z.B. damit, Handwerkszeug für umweltpolitisches Engagement zu vermitteln (Arbeitsorganisation in der Jugendgruppe, Projektmanagement, Seminarvorbereitung, Kampagnenplanung, Rhetorik). Neben Vorträgen und Diskussionen kamen auch praktische AKs (Theater, Chor, Fahrradbasteln, vegetarisches/veganes Kochen, Exkursionen ...) nicht zu kurz.

Kreative Räume

Die Jukss-Schule wird mit Leben gefüllt: In Zusammenarbeit mit Umweltgruppen stellen sich konkrete Projekte vor (Austellungen, Infotische, inhaltliche Beiträge). Mitgebrachte Musikinstrumente laden zum Musizieren ein. Materialien für Kunst, Aktionen und das abendliche Kulturprogramm werden bereitgestellt. Auch einen Rechnerpool mit Internetzugang, Layoutprogrammen und Druckmöglichkeiten z.B. für die Jukss-Zeitung wird es geben. Der Jukss bietet einen Raum, in dem sich Umweltgruppen vernetzen können. So fanden bereits mehrfach FÖJ-Bundestreffen auf den vergangenen Jukssen statt. Auch die Baltic Youth Cooperation, sowie die europäischen Umweltnetzwerke EYFA und ASEED waren schon auf dem Jukss zu Gast.

Mich wundert, dass diese Frau Tauzher nicht auch ffcr die d6sterreich scihrebt, denn da ist ja mindestens alle zwei Tage etwas fcber Hundebisse und deren Folgen zu lesen.

Aktionen

  • Auf dem Jukss entstehen oft längerfristige neue Projekte
  • Spontane Aktionen: Demo's, Kletteraktionen, Straßentheater, UVM...
  • Oft werden von externen Menschen, grössere Aktionen, direkt für den Jukss im Vorfeld geplant.

Organisiert euch!!!

Die Vorbereitung des Jukss

Der Jukss wird vom Trägerverein Jugendaktionstage e. V. getragen, dessen hauptsächliche Aufgabe die Kongressvorbereitung ist. Im Rahmen des Vereins bildet sich ein Organisationsteam auf dem jeweils vorherigen Kongress, das aber das ganze Jahr über offen ist für neue Mitaktive. Seine Arbeit ist ehrenamtlich und unentgeltlich. Treffen finden etwa monatlich statt. Da die Mitglieder des Teams aus den unterschiedlichsten Regionen von Deutschland stammen, läuft ein Großteil der Vorbereitung dezentral in verschiedenen Aufgabenbereichen (z.B. Kultur, Finanzen, Dokumentation, Kontakt zu Verbänden...) und wird mittels eMail und Wiki-Systemen koordiniert. Zu Beginn des Kongresses wird die Organisation in die Hände der Teilnehmenden übergeben. Dies bietet den TeilnehmerInnen die Möglichkeit in die Organisation mit „hineinzuwachsen“.

Für vergangene Juksse wurde während der Vorbereitungszeit ein Büro in der Stadt des Kongresses eingerichtet. Die Teilnehmende des Freiwilliges Ökologisches Jahrs, PraktikantInnen und andere Freiwillige die Veranstaltung vorbereiten konnten dort für den Kongress notwendige Materialien, Archiv und Technik lagern.

  • Das jetzige Orga-team sucht noch ein Neues Büro, da dass alte in Magdeburg aufgelöst wurde.Wer einen neuen Ort weiss, für ein mögliches Büro, kann sich gerne jeder Zeit unter info[at]jukss.de melden.

Werbung und Öffentlichkeitsarbeit

Werbung und Öffentlichkeitsarbeit stellen einen entscheidenden Faktor in der Kongressvorbereitung dar. Darunter fallen Design und Pflege der Website http://www.jugendumweltkongress.de, der Entwurf von Flyern, Plakaten und kostenlos verteilten Postkarten, Radio-Jingles für Freie Radios, sowie Pressearbeit im Vorfeld des Jukss und auf dem Kongress selbst.

  • Hier könnt ihr immer helfen -->Erzählt allen Leuten die ihr kennt vom Jukss und bringt sie mit :-)

Demokratie und Selbstorganisation - neue Formen der Projektgestaltung

Neben anderen Organisationsformen wird auch Basisdemokratie auf dem Jukss gelebt, allerdings ohne plenare Entscheidungsfindung. Alle TeilnehmerInnen haben die Möglichkeit sich in alle Bereiche des Jukss einzubringen und diese zu gestalten. Anfallende Aufgaben, so z.B. Presse, Dokumentation, Materialverwaltung, ReferentInnenbetreuung - werden von den Aufgabengruppen erledigt, in die sich die Menschen je nach Interesse einbringen. Die Teilnahme an Aufgabengruppen gewährleistet ein hohes Maß an Kontinuität in der Vorbereitungsarbeit für die folgenden Kongresse.

Perspektiven und Fortführung

Dieses Konzept der Gestaltung des Kongresses wird ständig von den Teilnehmenden weiterentwickelt und erlaubt einen sehr individuellen Verlauf der Veranstaltung. So ungewohnt und ungewöhnlich wie es ist, eröffnet es den Teilnehmenden immer wieder neue Blickwinkel und ermöglicht die Weiterentwicklung praktischer Fähigkeiten und politischen Bewusstseins. Unser Ziel ist es auch, diese Form von Projektorganisation über den Kongress hinaus zu tragen. Auf jedem Jukss bildet sich ein neues Vorbereitungsteam, das für die Rahmenorganisation des folgenden Jukss zuständig ist. Dazu gehört die Vereinspflege, Raumsuche, Fundraising und Werbung sowie Netzwerk- und Pressearbeit. Etwas später findet das Übergabetreffen statt, welches dazu dient, Wissen und Kompetenzen zur Organisation des Jukss vom alten ins neue Vorbereitungsteam zu übertragen. Sodass folgende Jugendumweltkongresse noch besser werden können...

Meine Werkzeuge

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