Reader Kochen

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Verpflegung auf selbstorganisierten,hierarchiefreien Camps u. Grossveranstaltungen:

Auf Veranstaltungen stehen Workshops und Seminare im Vordergrund; jedoch ist die Verpflegung ein wichtiger Baustein fuer eine positive Veranstaltung und Stimmung.

Wie wird dies erreicht?

Menschen, denen dieses Thema besonders wichtig ist, sollten sich bereitsein halbes Jahr vor der Veranstaltung vorbereiten, indem sie sich treffen u. realistisch einschaetzen, ob das Event mit Leuten die fit sind im Kochen ("Laien") durchgefuehrt werden kann und soll, oder ob es Sinnvoll ist eine Kochgruppe zu engagieren, welche vor Ort ihr Wissen weitergibt;sprich; praktisches learning by doing.

Essensbedarfsermittlung:

Hierbei spielt die Anzahl der Teilnehmenden, die am meisten vertretene Altersgruppe (da fuer Kinder weniger, fuer Jugendliche mehr und Senioren weniger als eine ganze Erwachsenenportion, was den Angaben in den normalen Kochbuechern entspricht.)

Zielsetzung sollte bei der Kochorganisation sein; dass jeder satt wird, (lieber Reste kreativ verwerten, als hungrige Teilnehmer),jeder taeglich eine warme Mahlzeit bekommt; ein Rhythmus(welcher an den den Beduerfnissen der Teilnehmerfestgelegt wird) bei der Essensausgabe besteht;(fuer Familien mit Kindern besonders wichtig!)z.B.gab es auf einer mehrtaegigen Veranstaltung mit engagiertem Kochteam mit Beteiligung der Teilnehmer um 9.00 -11.00 Fruehstuechsbuffet, ein Zwischenmahlzeitenbuffet mit Obst, Johurt u.a.,um 13.30 warmes Mittagessen mit Ausgabe/Portionierung; ein Zwischenmahlzeitenbuffet, um 18.30 warmesportioniertes Abendessen,mit der Moeglichkeit sich auch spaeter noch daran zu bedienen wenn alle was hatten (Erstesser hatten immer den Vortritt vor den Zweitessern in der Schlange.

Vermeidung von Erkrankungen:

hierzu ist es wichtig Unvertraeglichkeiten (z.B. Milchzuckerunvertraeglichkeit, Glutenunvertraeglichkeit, Diabetes ect.) und Ernaehrungsformen( z.B.keine Gentechnisch veraenderten LM,Vegetarier, Rohkoestler und Veganer ) der Kernkochgruppe oder ueber ein Medium z.B. Essensinfonotizbuch, (welches von jemandem im Blick behalten wird) mitgeteilt wird, dies kann auch bei der Anmeldung angegeben werden;

Um das Lager sollten sich Leute kuemmern, welche ein Trockenlager fuer Nudeln, Reis u.Co, nebst Frischelager fuer Gemuese, Obst, Eier u.andere leicht verderblichen LM welches kuehl zw. 5-7 Grad C sein sollte u. nicht zu trocken;einrichten.Auch sollten im kuehlen, abgedeckt schon gegarte LM aufbewahrt werden,(damit sie laenger frisch bleiben).

Hygiene ist gerade im Zusammenhang mit Kochen u. Grossveranstaltungen ein sensibles Thema, da leicht ueber das Essen Keime uebertragbar sind; somit, sollte sich auch hiermit bei der Vorbereitung beschaeftigt werden. Beim Gesundheitsamt sind Informationsblaetter zur Hygiene in der Grossverpflegung erhaeltlich, die bei dem Event gut zugaenglich gemacht werden sollten u. auch von der Kernkochgruppesollten auf Hygiene geachtet u. hingewiesen werden.

Die häufige Praxis: VoKü (= Volxküche)

Die Experten Bei den meisten Veranstaltungen Kochen einige wenige ExpertInnen. Diese erhalten zwar viel unterstützung von TeilnehmerInnen (beim saubermachen, schnibbeln, schälen, etc.) übernhemen jedoch die Zentrale verantwortung. Dazu müssen sie Wissen wieviele Menschen kommen, wieviel diese (vermutlich) essen (z.B. ist es eine Sportverantstaltung oder eine Schlafwoche ?) und auch was (vegetarischm, vegan) sowie was einzelne Menschen nicht vertragen (religiös oder gesundheitlich bedingt). Daher empfiehlt es sich gleich zu beginn der Veranstaltung oder auf den Anmeldebogen, entsprechende Fragen zu plazieren und diese der Küchencrew weiterzuleiten.

Damit es auch in Zukunft "ExpertInnen" gibt empfiehlt es sich auch interessierte Menschen von den Veranstaltungen einzuweisen und ihnen das Wissen über eine solche Arbeit weiterzugeben.

Die Theorie: KüfA (= Küche für Alle)

Achtung: Aufgrund von Infrastruktur- und Personenmangel bisher eher unerprobtes Experiment; wenns nicht klappt, tuts weh (echt)...

Die Fulltime TeiliVokü

Wenn sich die Organisatoren von der guten alten Dienstleistervolxküche verabschieden kommt das Problem dass auch der Bereich der kulinarischen Genüsse von nun an selbstorganisiert funktionieren muss. Dazu stellen sich folgende Fragen:

  • Werden sich genug Leute beteiligen, so dass es jeden Tag warme Gerichte gibt?
  • Was koche ich für wieviele Leute?
  • Wieviel Leute muss ich zum Schnippeln zusammenbekommen, wenn ich wieviel kochen will?
  • Was kann ich wo und mit welchem Geld einkaufen?
  • Was kann ich wo anders besorgen?
  • Was muss ich hygienetechnisch beachten?
  • Wie wasche ich effektiv und wassersparend alles ( also auch riesige Töpfe) ab?
  • Wie koche ich nach den vorlieben der anderen TeilnehmerInnen?
  • Wie hindere ich mich selbst am naschen?

Hilfe!

Um diese Fragen zu beantworten, werden Leute eingeladen, die bereits Erfahrungen mit großen Voküs haben und diese weitergeben wollen. Es sollte daher immer wieder „Wie mache ich Vokü?“-Workshops geben, die idealerweise recht anschaulich und praxisnah sind. Zusätzlich werden Hinweise auf Zetteln ausgehangen und Literatur ausgelegt, in denen bei Zweifeln und Streitfragen nachgeschlagen werden kann.

Essen jederzeit

Damit es keine Engpässe gibt, weil eine einzige Kochgruppe damit überfordert ist, für hunderte Leute auftischen zu müssen, haben wir uns ein anderes Modell als das der regelmäßigen Essenausgabe überlegt: verschiedene kleinere Kochgruppen können unterschiedliche oder gleiche Gerichte in kleinen Mengen den ganzen Tag über kochen. Es erscheint uns einfacher, über den Tag hinweg kleinere als innerhalb kurzer Zeit riesige Mengen zu kochen.

Dadurch entsteht möglicherweise auch eine größere Vielfalt an Speisen, womit den unterschiedlichen Vorlieben der Leute entsprochen werden kann. Menschen mit Allergien und Lebensmittelunverträglichkeiten können so ihr eigenes Süppchen kochen oder kochen lassen.

Biorythmus rules

So finden hoffentlich alle etwas, das ihnen schmeckt. Zudem können individuelle Tagesrhytmen berücksichtigt werden. Nicht alle haben zu selben Zeit Hunger, die meisten sind froh, auch zwischendurch mal kleinere Portionen essen zu können als sich in kurzer Zeit massenhaft Essen reinschaufeln zu müssen. Wenn du es nicht gewohnt bist, deine Esspausen deinem Biorythmus anzupassen, ist eine solche Veranstaltung eine Gelegenheit, den mal herauszufinden. Essen aus Langeweile is jedenfalls unangebracht ... hierzu könnte man auch Arbeitskreise machen.

Offenes Buffet

Unterstützend gibt es die neue Einrichtung eines „Offenen Buffets“, wo kalte Nahrungsmittel - unter anderem Brot und Aufstrich - auf ihre magensaure Vernichtung warten. Hier könnt ihr Weihnachtskuchenreste, Containerfood und Gekauftes für alle zugänglich machen.

Und alles ohne Tierprodukte?

Fleisch und Tierprodukte lehnen immer mehr Menschen aus ökologischen, ethischen und gesundheitlichen Gründen ab. Daher werden sie nicht vom Orgateam besorgt. Wer Fleisch, Milch, Joghurt etc. will, muss sie sich selbst besorgen aber auch sich der Kritik stellen, die zu solchen Konsum dazu gehört.

Jeden Tag müssen sich also mehrere Vokügruppen zusammenfinden und sich koodinieren. Bei hunderten von TeilnehmerInnen sollte es möglich sein, dass sich dabei nicht immer dieselben Leute überarbeiten. Deine Beteiligung ist gefragt!

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